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Fairer handeln

Fairer handeln - ein Tippfehler? Nein, vielmehr der feine Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Von fairem Handel zu sprechen, impliziert meines Erachtens nämlich die Annahme, bereits einen erstrebenswerten Zustand erreicht zu haben. Davon sind wir aber noch weit entfernt.

Kostendeckende Preise zu zahlen, selbstverwaltete Kooperativen zu unterstützen und einen finanziellen Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur vor Ort zu leisten, sind essenzielle Bestandteile eines gerechteren Handels. Doch sie sollten bloß als Zwischenschritte auf dem Weg zu einem wirklich fairen Welthandel auf Augenhöhe verstanden werden.

Projekte wie Café Chavalo sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Fairer zu handeln ist der Prozess, in dem wir stecken - fairer Handel unser Ziel. Vamos adelante!

Beim Einkauf des Rohkaffees setze ich auf langfristige, partnerschaftliche Handelsbeziehungen mit den Kleinbauern. 2015 konnte ich erstmals einen eigenen Container von Nicaragua nach Deutschland verschiffen lassen. Es gibt somit keinen Zwischenhändler beim Einkauf des Rohkaffees und ich kann die Preiskalkulation vollkommen transparent machen.

Fairer zu handeln bedeutet für mich auch, über die Herstellungsbedingungen und Lebenswirklichkeiten in Nicaragua aufzuklären. Eine aktive Bildungsarbeit begreife ich deswegen als wesentlichen Bestandteil von CAFE CHAVALO.