Der Kooperativenverband UCA Miraflor im Nordosten des Landes ist ein Zusammenschluss aus derzeit 12 Basiskooperationen, die sich für die ökologische Landwirtschaft und den fairen Handel einsetzen. Der Verband wurde 1990 gegründet und mittlerweile sind es 220 Kleinbäuerinnen und -bauern, die entweder eigene Parzellen besitzen oder als Kollektive gemeinsames Land bewirtschaften.

Die Fincas der Kleinbauern befinden sich in einem Naturreservat in Estelí. Dort bauen sie, im Einklang mit der Natur, hauptsächlich Bio-Kaffee , aber auch Gemüse, Getreide und andere Bio-Grundnahrungsmittel an.

Tourismus als weiteres Standbein

Neben der Landwirtschaft dient der Öko-Tourismus als weitere Einkommensquelle der Gemeinschaft. Als Besucher erhält man die Möglichkeit, mehr über das Leben im Naturreservat zu lernen und die einzigartige Landschaft zu bewundern. Die erzielten Einnahmen unterstützen nicht nur die Familien, sondern dienen zugleich dem Erhalt des Naturreservates.

Zentrale Themen innerhalb des Kooperativenverbands UCA Miraflor sind Gleichberechtigung, Umweltschutz und der Generationenwechsel in der Landwirtschaft.

Frauenprojekt Honey-Kaffee

Da Nicaragua leider noch stark vom Machismus geprägt ist, bleibt die Förderung der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern für die Kooperative ein wichtiges Thema. Im Rahmen dieses Vorhabens entstand das Honey-Frauenprojekt. Hierbei sind es ausschließlich Frauen, die ihren Kaffee nach der Honey-Aufbereitung, einer besonderen Art der Trocknung der Bohnen, verarbeiten. Das stärkt das Selbstbewusstsein der Frauen, ermöglicht ihnen ein eigenständiges Einkommen und hilft, sich in der Gemeinschaft zu behaupten.

Der Kooperativenverband UCA Miraflor unterstützt die Mitglieder mit technischer Assistenz, Weiterbildungen, Mikrokrediten, der Vermarktung des Kaffees sowie dem Marketing für die Ökotourismus-Projekte. Auch soziale und ökologische Projekte werden gefördert.