Kaffee aus den Andenausläufern Ecuadors
Der Puyango-Kaffee aus Ecuador wird in Höhenlagen angebaut. Er ist mild und feinwürzig mit Noten von Zitrusfrüchten.
Anbau in der Region Puyango
Die Region Puyango liegt in den tropischen Andenausläufern Ecuadors. In den dortigen Bergregenwäldern kommen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten vor, darunter endemische Orchideen und nach Angaben von ETHIQUABLE mehr als 600 Vogelarten.
Am Fuß der Anden bauen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern den Kaffee in Höhenlagen von 900 bis 1.500 Metern an. Ihre Parzellen sind etwa 0,5 bis 3 Hektar groß. Dort wachsen Kaffee, Maniok und Erdnüsse neben weiteren Pflanzenarten. Die Kaffeepflanzen wachsen dabei unter anderem im Schatten großer Feigenbäume.
Von der Kleinparzelle in die Genossenschaft
Nicht immer war Kaffee ein so wichtiger Teil der Parzellenbepflanzungen. Starke Preisschwankungen führten in der Vergangenheit dazu, dass einige Bauern und Bäuerinnen ihre Kaffeekirschen nur dann ernteten, wenn die erzielbaren Preise die Produktionskosten deckten. In dieser Zeit ging der Kaffeeanbau in der Region zurück; zugleich verließen viele Menschen die ländlichen Gebiete.
1997 schlossen sich deswegen Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern aus Puyango zusammen, um die Qualität ihres Kaffees zu verbessern. Das erreichten sie, indem sie ausschließlich die reifen Kirschen ernteten und den Fermentationsprozess kontrollierten. Zunächst verkauften die Bauern und Bäuerinnen ihre Ernte an lokale Exporteure. Seit 1999 organisieren sie den Export ihres Kaffees selbst. 2002 schlossen sich mehrere kleine Genossenschaften zur Federación Regional de Asociaciones de Pequeños Cafetaleros Ecológicos del Sur (FAPECAFES) zusammen. Heute gehören dem Zusammenschluss nach Angaben von ETHIQUABLE etwa 1.800 Mitglieder an.
FAPECAFES und der Faire Handel
FAPECAFES arbeitet beim Verkauf des Kaffees mit Strukturen des Fairen Handels. In den vergangenen Jahren haben viele Kaffeebäuerinnen und -Bauern ihre Parzellen erneuert und bestehende Kaffeepflanzungen wieder instand gesetzt. Dabei wurde auch eine seltene lokale Kaffeesorte wiederentdeckt. Einige Betriebe konnten nach Angaben von ETHIQUABLE ihre Erntemengen auf gleicher Fläche deutlich steigern.
FAPECAFES ist seit seiner Gründung gewachsen und umfasst heute rund 1.800 Mitglieder. die angeschlossenen Kooperativen organisieren den Export ihres Kaffees gemeinsam und bieten ihren Mitgliedern Schulungen und Beratung an. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besuchen die Betriebe vor Ort und beraten beispielsweise zu Kompostierung sowie zur vorbeugenden Schädlings- und Krankheitskontrolle mit biologischen Mitteln.
Auch die Art des Kaffeeanbaus spielt eine wichtige Rolle: Viele Mitglieder bewirtschaften ihre Parzellen in Agroforstsystemen, in denen Kaffee gemeinsam mit verschiedenen Bäumen und anderen Nutzpflanzen wächst. Große Bäume bleiben auf den Flächen erhalten, teilweise werden zusätzliche Bäume gepflanzt. Auf den kleinen Familienbetrieben ist der Kaffee damit Teil einer Mischkultur.
Zutaten
Kaffeebohnen aus Ecuador, fair gehandelt und aus kontrolliert biologischem Anbau.
Traditionelle Röstung in Frankreich.
Gut verschlossen, kühl und trocken lagern.
Gemahlener Kaffee aus Ecuador, fair gehandelt und aus kontrolliert biologischem Anbau.
Traditionelle Röstung in Frankreich.
Gut verschlossen, kühl und trocken lagern.